Ihre Vorteile:
- Bahnreise in kleiner Gruppe (max. 12 Personen)
- ausgewogenes Tempo und viele optionale Aktivitäten
- kulturelle Entdeckungen in allen Hauptstädten und ein Ausflug in den Nationalpark mit Wanderungen und Erholung
- Eintauchen ins lokale Leben: authentische Mahlzeiten, Verkostungen, Marktbesuche
- zentral gelegene Hotels mit Halbpension und guter regionaler Küche
- CO₂-Kompensation: Ihre Reise trägt zur Pflanzung neuer Bäume bei!
Ihr Reiseverlauf:
1. Tag
Ankunft in Tallinn und erste Eindrücke
Willkommen im Baltikum! Zwischen den wehrhaften Backsteinmauern der Hansestädte und der rauen Küste entfaltet das Baltikum seinen ganz eigenen Rhythmus. Es ist eine Region der Übergänge, wo mittelalterliche Stadtkerne heute die Kulisse für ein hochmodernes, urbanes Leben bilden.
Nach Ihrer Ankunft beziehen Sie Ihr Hotel und haben Zeit für erste Entdeckungen. Ein Spaziergang führt Sie durch die engen Gassen der Altstadt, vorbei an spitzen Giebelhäusern, kleinen Cafés und versteckten Werkstätten.
Tallinn zählt zu den am besten erhaltenen Hansestädten Nordeuropas. Bereits im 13. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Das Erbe der Kaufleute und Seefahrer ist bis heute in den mächtigen Mauern und Kirchen sichtbar.
Gleichzeitig gilt Estland als digitaler Pionierstaat. Wahlen, Behördengänge und Unternehmensgründungen erfolgen hier online. Diese Verbindung von mittelalterlichem Erbe und digitaler Zukunft macht das einzigartige Lebensgefühl der Stadt aus.
Optional: Transfer mit persönlicher Begrüßung vom Flughafen/Hafen und Vorab-Aufenthalt im nahegelegenen Helsinki.
Abendessen in Eigenregie. Übernachtung in Tallinn.
2. Tag
Mittelalterliches und modernes Tallinn (09:00–12:00, ca. 3 Std. zu Fuß)
Am Morgen beginnt Ihr Rundgang in der Oberstadt, dem historischen Verwaltungs- und Regierungsviertel. Auf dem Domberg besichtigen Sie die Festung Toompea, Sitz des estnischen Parlaments, sowie die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale mit ihren markanten Zwiebeltürmen. In der lutherischen Domkirche zeugen Wappen und Grabplatten vom Einfluss des deutschbaltischen Adels.
Von den Aussichtspunkten Patkuli und Kohtu bietet sich ein weiter Blick über die Unterstadt. Beim Abstieg folgen Sie der mittelalterlichen Stadtmauer zum Rathausplatz. Hier spazieren Sie durch die St.-Katharinen-Passage, in der lokales Kunsthandwerk in traditionellen Werkstätten gefertigt wird.
Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung.
Optional: Ausflug in das moderne Tallinn
Der Weg führt über den belebten Lebensmittelmarkt in die kreativen Industrieviertel. Am Hafen von Noblessner zeigt sich Tallinns Wandel besonders deutlich: Hier stehen historische Backsteinhallen Seite an Seite mit moderner Architektur.
Gleich nebenan, im Wasserflugzeughangar, erleben Sie maritime Geschichte unter einer gewaltigen Betonkuppel aus dem frühen 20. Jahrhundert (inklusive der Besichtigung eines echten U-Boots). Den Abschluss bildet ein Drink in entspannter Atmosphäre direkt am Wasser.
Am Abend erwartet Sie ein Willkommensessen mit einem typischen Schnaps.
Übernachtung in Tallinn.
3. Tag
Zugreise durch die nordischen Wälder (09:00–19:00, ca. 2 Std. zu Fuß)
Nach dem Frühstück lassen Sie die Hauptstadt hinter sich. Mit dem Zug fahren Sie durch die weiten Birken- und Kiefernwälder, vorbei an kleinen estnischen Ortschaften. Nach dem Umstieg in den lettischen Regionalzug erreichen Sie Sigulda, eine kleine Kurstadt am Rand des Gauja-Nationalparks.
Ein Spaziergang führt Sie zu den Ruinen der mittelalterlichen Ordensburg der Schwertbrüder. Von den alten Mauern aus eröffnet sich ein weiter Blick über das tief eingeschnittene Tal der Gauja, das wegen seiner sanften Hügel und dichten Wälder oft als „lettische Schweiz“ bezeichnet wird.
Ein besonderes regionales Handwerk begegnet Ihnen in der traditionellen Herstellung der Sigulda-Wanderstöcke. Was im 19. Jahrhundert als kleines Souvenir begann, entwickelte sich zu einem kunstvollen Erwerbszweig für ganze Familien. Während die Männer das Holz schnitzten und polierten, verzierten Frauen und Jugendliche die Stöcke mit feinen Ornamenten. Typische Motive wie Sonnenräder oder Wellen spiegeln bis heute die baltische Symbolik wider.
Nach dem Tag in der Natur können Sie im Pool oder in der Sauna Ihres Hotels entspannen.
Abendessen und Übernachtung in Sigulda.
4. Tag
Abenteuer im Gauja-Nationalpark (10:00–18:00, ca. 3 Std. zu Fuß)
Der Tag beginnt auf dem weitläufigen Gelände des Gutes von Turaida. Hier besichtigen Sie das historische Herrenhaus, eine der ältesten Holzkirchen des Landes und die markante rote Bischofsburg.
Anschließend wandern Sie durch das bis zu 85 Meter tiefe Gauja-Tal mit uralten Bäumen, Sandsteinhöhlen und stillen Pfaden, das seit Jahrhunderten Reisende anzieht.
Im Herrenhaus von Krimulda erwartet Sie ein ländliches Mittagessen. In der historischen Kellerei erfahren Sie, wie aus regionalen Früchten und Beeren nach traditioneller Methode Weine hergestellt werden – eine Kostprobe gehört natürlich dazu.
Ein Perspektivwechsel folgt bei der Seilbahnfahrt über das Tal: Genießen Sie spektakuläre Ausblicke über die Wälder, bevor Sie mit dem Zug weiterreisen.
Danach fahren Sie zurück zum Bahnhof von Sigulda und setzen Ihre Reise mit dem Regionalzug fort.
Am Abend kommen Sie in Riga an, der größten Metropole des Baltikums mit fast 800 000 Einwohnern. Die 1201 gegründete Stadt zeigt sich mit einer mittelalterlichen Altstadt (UNESCO-Welterbe), eleganten Boulevards, Parks, einem malerischen Kanal und dem berühmten Jugendstilviertel.
Am Abend genießen Sie ein Abendessen mit Folkloreprogramm in einer traditionellen Taverne.
Übernachtung in Riga.
5. Tag
Riga, elegante Metropole des Baltikums: Hanse, Jugendstil und lebendige Stadt (09:00–14:00, ca. 4 Std. zu Fuß)
Riga vereint auf engem Raum mehrere historische Schichten. In der Altstadt begegnen Sie der hanseatischen Vergangenheit: Prächtige Kaufmannshäuser, Speicher und Kirchen erzählen von der Zeit, als die Stadt ein zentraler Handelsplatz zwischen Ost und West war.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das Schwarzhäupterhaus, einst Sitz einer exklusiven Kaufmannsgilde und die „Drei Brüder“, das älteste Wohnhausensemble. Das stolze Freiheitsdenkmal, die Petrikirche, die Nationaloper und der Dom mit seiner weltberühmten Orgel schaffen die unverwechselbare Silhouette der Stadt.
Ein ganz anderes Gesicht zeigt Riga im Jugendstilviertel. Um 1900 erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich in über 800 Gebäuden mit kunstvollen Fassaden widerspiegelt. Fassaden voller Masken, floraler Ornamente und symbolischer Figuren geben Einblick in eine Ära zwischen Tradition und Aufbruch.
Im Jugendstilmuseum erfahren Sie, wie dieser Stil auch das Alltagsleben beeinflusste – von Möbeln bis zur Raumgestaltung. Unterwegs genießen Sie ein Mittagessen in einem lokalen Restaurant.
Abends besuchen Sie den berühmten Zentralmarkt. Er ist in fünf riesigen, ehemaligen Zeppelin-Hangars aus den 1930er-Jahren untergebracht und gehört, wie auch die Altstadt, zum UNESCO-Welterbe. In den verschiedenen Pavillons für Fisch, Fleisch oder Gemüse haben Sie die Gelegenheit, typisch lettische Spezialitäten direkt an den Marktständen zu probieren.
Abendessen in Eigenregie und Übernachtung in Riga.
6. Tag
Freier Tag in Riga oder Ausflug in den Kemeri-Nationalpark
Ein ganzer Tag steht Ihnen für eigene Entdeckungen in Riga zur Verfügung. Sie können das Anatomische Museum oder das Eisenbahnmuseum besuchen oder in den Vierteln Āgenskalns, Grīziņkalns oder Mežaparks in das authentische Stadtleben eintauchen. Alternativ bietet sich ein kurzer Ausflug mit dem Zug direkt ans Meer an.
Optional: Kemeri-Nationalpark
Mit dem Regionalzug geht es in den Kemeri-Nationalpark. Aus dem Fenster beobachten Sie zahlreiche kleine Bahnhöfe, die im dichten Takt aufeinanderfolgen. Im Park erwartet Sie eine Wanderung über Holzstege durch das Hochmoor – ein interessanter Einblick in die Flora und Fauna dieses sensiblen Ökosystems. Im Kurort Kemeri selbst erinnern historische Badehäuser und Sanatorien an die Zeit, als Schwefelquellen Gäste aus ganz Europa anzogen. Nach einem Mittagessen in einem lokalen Restaurant kehren Sie nach Riga zurück.
Am Abend reisen Sie mit dem Direktzug nach Vilnius (ca. 4 Stunden). Die ruhige Fahrt durch weite Feldlandschaften bietet schöne Ausblicke auf das ländliche Leben. In der Ferne lässt sich der symbolträchtige Berg der Kreuze erahnen.
Nach der Ankunft in Vilnius bringt Sie ein Transfer direkt zu Ihrem Hotel in der Altstadt.
Abendessen und Übernachtung in Vilnius.
7. Tag
Vilnius: barocke Perle und Ausflug nach Trakai (09:00–18:00, ca. 5 Std. zu Fuß, 60 km)
Vilnius unterscheidet sich spürbar von den anderen baltischen Hauptstädten. Während Tallinn und Riga stärker von der Hanse geprägt wurden, entwickelte sich Vilnius als Zentrum eines vielvölkerreichen Großfürstentums.Diese Vielfalt begegnet Ihnen auf Schritt und Tritt: Barocke Kirchen, verwinkelte Gassen und versteckte Innenhöfe erzählen von litauischen, polnischen, jüdischen und russischen Einflüssen.
Ihr Rundgang beginnt am Tor der Morgenröte mit der berühmten Kapelle der Barmherzigkeit. Vorbei an den bedeutenden Kirchen St. Geist, St. Kasimir und St. Theresia führt der Weg über den Rathausplatz in das ehemalige jüdische Viertel, dessen bewegende Geschichte das Stadtbild bis heute prägt.
Anschließend besuchen Sie die Universität von Vilnius, eines der ältesten Bildungszentren Nordeuropas. Sie spazieren durch die Innenhöfe aus dem 16. Jahrhundert, bewundern die kunstvollen Fresken der „Vier Jahreszeiten“ und entdecken die Kirche St. Johannis mit ihrer barocken Orgel. Wer möchte, kann den 67 Meter hohen Glockenturm besteigen und den Panoramablick über die UNESCO-Altstadt genießen. Sie besuchen die Backsteinkirche St. Anna, ein Meisterwerk der nordischen Gotik, die Kathedrale St. Stanislaus mit der Kapelle des heiligen Kasimir. Das Mittagessen nehmen Sie in einem inklusiven Sozialrestaurant, dem „Juwelen Café“, ein.
Optional: Ausflug nach Trakai
Nur 27 Kilometer von Vilnius entfernt liegt Trakai, die einstige Hauptstadt des Großfürstentums. Eingebettet in eine Seenlandschaft, ist der Ort bis heute Heimat der Karäer. Diese kleine Minderheit, von der nur noch rund 60 Nachfahren im Ort leben, bewahrt ihre einzigartige Kultur, ihre Schule und ihre kulinarischen Traditionen.
Sie spazieren durch das Viertel mit den farbenfrohen Holzhäusern und unternehmen eine Segeltour rund um die berühmte Inselburg aus rotem Backstein. (Bei schlechtem Wetter Innenbesichtigung.) Am frühen Abend kehren Sie nach Vilnius zurück.
Zum Abschluss der Reise genießen Sie ein gemeinsames Abschiedsessen in der Altstadt.
Übernachtung in Vilnius.
8. Tag
Abschied vom Baltikum
Je nach Abreisezeit bleibt noch Zeit für letzte Eindrücke – vielleicht ein Spaziergang durch die Altstadt oder ein Cafébesuch.
Mit der Rückreise endet eine Route durch drei Länder, die trotz geografischer Nähe jeweils eigene historische Wege gegangen sind – verbunden durch Handel, kulturellen Austausch und eine gemeinsame Lage zwischen Ost und West.
Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen
Maximale Teilnehmerzahl: 12 Personen
Veranstalter: Diesenhaus Ram GmbH, Große Friedberger Str. 44 – 46, 60313 Frankfurt/Main














