Ihre Vorteile:
- nur einmalig im April 2026!
- inklusive Flug ab/bis Frankfurt
- Reisebegleitung durch Pfarrer Josef Belenyesi
- großes Programm inklusive Eintrittsgeldern
- Begegnungen und Austausch
- qualifizierte deutschsprechende Reiseleitung
Siebenbürgen ist für viele ein fast unbekanntes Reiseziel. Geographisch liegt die Region an der „Schnittstelle zwischen Ost und West“, was zur Entwicklung einer eigenständigen Kultur geführt hat. Während dieser Gruppenreise werden Sie nicht nur die Landschaft der Kirchenburgen und die Städte Siebenbürgens besichtigen, sondern auch seine Menschen und deren Geschichte kennenlernen. Hier leben seit Jahrhunderten Menschen verschiedener Nationen – Rumänen, Ungarn, Siebenbürger Sachsen und Armenier – in bemerkenswerter Nachbarschaft zusammen. Ebenso vielfältig wie die Völker sind auch die religiösen Bekenntnisse: evangelische, römisch-katholische, griechisch-katholische, armenisch-apostolische, orthodoxe, reformierte und jüdische Gemeinden prägen das spirituelle Leben der Region. Diese einzigartige kulturelle und konfessionelle Vielfalt macht Siebenbürgen zu einem faszinierenden Mosaik europäischer Geschichte und gelebter Ökumene.
Ihr Reiseverlauf:
1. Tag, Dienstag
Anreise nach Siebenbürgen
Flug mit Lufthansa über München nach Hermannstadt/Sibiu. Empfang durch die Reiseleitung am Flughafen und Transfer ins Stadtzentrum.
“Eine grosse statt nit viel kleiner dann Wien...”, schrieb der Basler Humanist Sebastian Münster 1550 über Hermannstadt/Sibiu. Und noch 1918 schwärmte Kurt Tucholsky: “Hermannstadt ist entzückend...”. Die von noblen Bauwerken geprägte Altstadt wird auch Sie verzaubern. Deutsche Siedler gaben der Region, auch als Transsilvanien bekannt, einen eigenständigen Charakter. Ihre Bauwerke prägen noch heute das Bild vieler Städte und Dörfer. Ein Stadtspaziergang vermittelt erste Eindrücke von Siebenbürgen, anschließend Zeit für einen Imbiss auf eigene Faust.
Weiterfahrt nach Kleinschenk/Cincșor, unserem Quartier für die nächsten beiden Nächte. Das besondere an unserer Unterkunft ist, dass wir in historischen Ortshäusern und Ihren umgestalteten Nebengebäuden untergebracht sind, zum Beispiel im ehemaligen Pfarrhaus. In der ehemaligen Schule wird u.a. das Frühstück serviert.
Abendessen und Übernachtung im Guesthouse Cincșor (A).
2. Tag, Mittwoch
Im Fogarascher Land und im Harbachtal
In Kleinschenk/Cincșor scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Nach dem Frühstück zeigen uns unsere Gastgeber die Anlage um die Kirchenburg herum. Hier erleben wir, wie man mit viel Geschmack alte Bausubstanz revitalisieren kann. Die Schule im Art-Deco-Stil und das Pfarrhaus des 17. Jh. wurden von der Gastgeberin, einer Rückwanderin, vor dem Verfall gerettet. Die Kirchenburg wurde ebenfalls vorbildlich restauriert. Am Nachmittag unternehmen wir eine Exkursion durch das schöne Harbachtal und treffen in Alzen/Alțâna Ștefan Vaida, einen sehr engagierten Restaurator. Ștefan zeigt uns sein kleines privates interethnisches Museum, das er selbst gegründet hat. Durch sein Handeln bemüht er sich, die traditionelle Bau- und Handwerkssubstanz der Region zu retten. Er zeigt uns die Exponate seiner Ausstellung, die von rumänischer, sächsischer, ungarischer Herkunft sind. Abendessen und Übernachtung in Kleinschenk/Cincșor (F, A).
3. Tag, Donnerstag
Orthodoxes Kloster Sambata und Kronstadt
Am Morgen erfolgt ein kleiner Exkurs in die Konfession der Mehrheitsbevölkerung Rumäniens, in die Orthodoxie, durch den Besuch des Klosters Brâncoveanu in Sâmbăta de Sus. Danach erreichen wir das Burzenland, das östlichste Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen.
Kronstadt/Brașov war bei Weitem die reichste Stadt Siebenbürgens im Mittelalter. Wir erkunden die Altstadt und sehen unter anderem die Synagoge und die Zunfthäuser am Marktplatz, selbstverständlich auch die Schwarze Kirche. Unser Hotel liegt mitten im historischen Teil und Zentrum von Kronstadt in einem Haus aus dem 19. Jh. Die Zimmer sind historisch bedingt unterschiedlich groß geschnitten und dabei klassisch und zweckmäßig eingerichtet.
Abendessen und Übernachtung in Kronstadt (F, A).
4. Tag, Freitag
Erkundungen im Burzenland
Heute Vormittag planen wir einen Besuch der katholischen Kirche und ein Treffen mit dem Stadtpfarrer. Wenn noch Zeit bleibt, steht der Rest des Vormittags zur freien Verfügung in Kronstadt. Am Nachmittag fahren wir zunächst nach Tartlau/Prejmer, wo wir die Kirchenburg mit ihrem großen Innenhof und zahlreichen Speicherräumen besichtigen. Es ist die größte und stärkste Kirchenburg – nicht nur des Burzenlandes, sondern ganz Siebenbürgens. Beim Abendessen sind wir in Wolkendorf/Vulcan zu Gast bei Pfarrer Uwe Seidner, der zusammen mit seiner Gemeinde Gäste beköstigt. Wenn der Pfarrer vor Ort ist, erfahren wir von ihm, vor welche Herausforderungen die heute noch existierenden kleinen evangelischen Kirchengemeinden gestellt sind. Seine Gemeinde zählt zum Beispiel 90 Seelen. Übernachtung in Kronstadt (F, A).
5. Tag, Samstag
Deutsch-Weißkirch im Repser Land und Schässburg
Wir widmen uns dem ländlichen Siebenbürgen. Dazu verlassen wird das Burzenland und kommen ins Haferland, auch Repser Land genannt. Unser Ziel ist Deutsch-Weißkirch/Viscri, ein besonders gut erhaltenes siebenbürgisch-sächsisches Dorf. Mit seinen Bauernhöfen stellt es ein Musterbeispiel eines sächsischen Dorfes mit Kirchenburg dar. Hier lernen wir eine Stiftung kennen, deren Schirmherr kein geringerer als König Charles ist. Das Anliegen des Mihai-Eminescu-Trusts ist die Erhaltung von gewachsenen kulturellen Traditionen in Siebenbürgen. In Deutsch-Weißkirch befindet sich auch das Dorfhaus von König Charles. Wir folgen der Dorfstraße hinauf zur Kirchenburg, die wir besichtigen.
Zu Mittag sind wir zu Gast auf dem Hof von Walter Fernolend, wo wir siebenbürgisch-sächsisch beköstigt werden. Am Nachmittag besuchen wir Schäßburg/Sighișoara, eine der schönsten mittelalterlichen Städte des Landes und UNESCO-Welterbe. Verwinkelte Gassen und reizende Plätze, gesäumt von bunt gestrichenen Häusern und kleinen Läden, bestimmen das Bild der auf einem Hügel gelegenen Altstadt. Weiterfahrt nach Mediasch. Abendessen in Eigenregie. Übernachtung in Mediasch/Mediaș (F, M).
6. Tag, Sonntag
Mediasch und das Kokelland
Morgens planen wir einen Gottesdienst in Mediasch und ein Treffen mit dem katholischen Stadtpfarrer. Im Anschluss erwartet uns eine Orgelvorführung in der Margarethenkirche von Mediasch, bei der eine barocke Orgel aus dem 18. Jh. erklingt. Die evangelische Kirchengemeinde von Mediasch ist klein, aber sehr tatkräftig und engagiert sich in bedeutender Diakoniearbeit. Später unternehmen wir, wenn noch Zeit ist, einen kurzen Spaziergang zum Marktplatz/Piața Regele Ferdinand.
Am Nachmittag fahren wir nach Bierthälm. Hier war früher der Bischofssitz der Evangelischen Kirche von Siebenbürgen. Die imposante Marienkirche mit mächtiger Wehranlage ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Das Abendessen ist auf dem schönen Hofgut von Mike und Marion, in dem kleinen Ort Almen geplant.
Übernachtung in Mediasch/Mediaș (F, A).
7. Tag, Montag
Hermannstadt
Nach dem Frühstück geht die Fahrt über Alba Iulia (deutsch Karlsburg oder Weißenburg), den ältesten römisch-katholischen Bischofsitz des Landes, nach Hermannstadt. In Alba Iulia besichtigen wir die über 1000 Jahre alte Kathedrale und planen eine Begegnung mit der Bistumsleitung. Beim Austausch erfahren wir mehr über das Leben der Katholiken in Siebenbürgen. Hermannstadt erreichen wir am Nachmittag. Das Abendessen planen wir zusammen mit einer Weinprobe. Rumänien liegt weltweit an 12. Stelle in Bezug auf die Menge des hergestellten Weins, und die neuen Technologien sowie gewonnenes KnowHow haben die Qualität im vergangenen Jahrzehnt deutlich verbessert.
Abendessen und Übernachtung in Hermannstadt (F, A).
8. Tag, Dienstag
Hermannstadt und Umgebung
Bei einem Rundgang in Hermannstadt sehen Sie die drei Hauptplätze der Stadt (Großer Ring, Kleiner Ring, Huet Platz), die Lügenbrücke, die evangelische Stadtpfarrkirche und die imposante orthodoxe Kathedrale. Geplant ist auch ein Besuch der katholischen Kirche und ein Treffen mit dem katholischen Stadtpfarrer. Das Abendessen genießen wir sehr authentisch bei der Sachsenfamilie Henning in Michelsberg. Die Familie ist eine große Ausnahme, da ein Großteil der Siebenbürger Sachsen sich nach der Wende für die Auswanderung nach Deutschland entschieden haben. Herr Henning serviert auch selbstgebrannten Schnaps und führt Gespräche über Gehen und Bleiben, damals, heute und morgen.
Übernachtung in Hermannstadt (F, A).
9. Tag, Mittwoch
Abreise
Nach dem Frühstück haben wir noch etwas Freizeit in Hermannstadt. Gegen Mittag Fahrt zum Flughafen und Rückflug über München nach Frankfurt. Individuelle Heimreise vom Flughafen. (F)
Legende: F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen
Reisehinweise: Falls in der Reisebeschreibung namentlich genannte Personen oder Gastgeber, insbesondere aus gesundheitlichen Gründen, ausfallen sollten, wird qualifizierter Ersatz gestellt. Änderungen im Programmablauf bleiben vorbehalten.
Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 20 Personen. Der Veranstalter behält sich das
Recht vor, die Reise kostenfrei bis spätestens 13.02.2026 zu stornieren, falls die
Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird.
Bitte beachten Sie, diese Reise ist nicht geeignet für Personen mit eingeschränkter
Mobilität.
Im Falle einer Stornierung werden die Stornokosten konrket berechnet.
Der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung sowie einer Versicherung zur
Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit wird dringend empfohlen.
Wenn nicht anders angeboten, werden in allen Hotels Standardzimmer gebucht.
Veranstalter: Diesenhaus Ram GmbH, Große Friedberger Str. 44 – 46, 60313 Frankfurt/Main













